Dienstag, 23. Dezember 2014

Ich habe jetzt ein Profilbild

Nachdem ich nun schon so lange nur ein unschumpfiges schlumpblaues Bild als Profilbild hatte, habe ich nun ein richtiges Selbstportrait :-) Schlumpfig, oder? xD
Schlumpf beiseite, es wurde ja ganz seriös gefertigt!
Frisur á la Schlumpfine, Brille Modell Schlaubi und die Sommersprossen sind von Sasette. Bei den Schuhen und beim Kleid habe ich schließlich geschummelt, weil Schlumpfinia Schlau zwar eine Schlumpfine, aber auch mein Schlumpfer-Ego ist, und ich die Absätze an den Schuhen und die Rüschen am Kleid weggelassen habe. Passte weder zu mir noch zu Schlumpfinia, deshalb. Und der Bleistift und das Buch mussten natürlich auch sein ;-) Was sagt ihr dazu? Selbstgeschlumpft ^^

Montag, 22. Dezember 2014

Eislaufen

Zuerst war ich wackelig drauf und verfluchte die Tatsache, dass es schon ewig her war, seit ich das letzte Mal auf Schlittschuhen gestanden hatte. Und hasste mich für meinen Ungeschicktheit und meinen schlechten Gleichgewichtssinn. Eigentlich müssten alle Menschen regelmäßih Zugang zu Eisbahnen bekommen, damit sie ihr Gleichgewicht trainieren können. Schließlich, nach ein paar Runden fühlte ich mich sicherer und nach einer Weile klappte auch wieder das Rückwärtslaufen. Zufrieden war ich hinterher nicht, nur bestärkt durch den Drang, dass ich unbedingt öfter mal Eislaufen gehen wollte und dass ich eine eislaufende Schlumpfine zeichnen wollte. Aber irgendetwas ist dann doch hängengeblieben.

Samstag, 13. Dezember 2014

Die Sonne zeigt sich endlich mal



Nach dem ewigen Nebelgrau endlich mal ein bisschen Sonne. Dafür hatte ich heute Migräne, wegen der Trockenheit und weil ich mir das Gesicht nicht gut genug eincreme, aber wenigstens schien die Sonne. Das Foto ist von gestern, aber trotzdem -endlich ein bisschen Licht :-)

Dienstag, 2. Dezember 2014

Steuergesetze in Französien (Franzi Leaks)

Französische Steuergesetze besagen, dass öffentliche Personen um Staatsdienst ihr Einkommen nur aus öffentlichen Quellen beziehen dürfen, da nur auf diese Weise Transparenz über ihr Einkommen gewährt ist. Eine kluge Idee von Klara, dem linken Kopf der Königin Klaroline (da sie Linkshänderin ist, und Caroline Rechtshänderin, sitzt sie bei Verhandlungen gewöhnlich immer links) der jedoch von Caroline und dem restlichen französischen Regime hemmungslos gebeugt wurde. Natürlich haben alle auch alle möglichen Einkünfte aus anderen Quellen, die dadurch, dass es sie offiziell nicht gibt, umso dubioser sind. So hat Herzogin Alena de Troufaine, die allseits beliebte, fröhliche, immer freundliche und beliebte Herzogin, die öffentlich niemals Fehltritte begeht, geheime Gold- und Silberminen in den Tiefen des Mount Troufouse, in denen sie wohl schon seit Jahrhunderten geheime Einkünfte bezieht (eine der berühmten nicht-existenten Talparadoxien, zum einen existieren Lateinien und Französien erst seit Februar 2014, zum anderen haben beide Länder eine Jahrhundertalte Geschichte), wobei das seltsameste jedoch das Faktum ist, dass keiner weiß, wer das ganze Edelmetall für die Herzogin abbaut. Sklaven? Sie selbst ist es sicher nicht. Die prächtigen, von Gold und Silber gezierten Anwesen und Luxusvillen der Herzogin in und rund um ihren Herrschaftssitz Trouf deuten jedoch darauf hin, dass es nicht nur Steuergelder sind, die sie dort verpulvert, wobei der Anteil der Steuergelder ebenfalls nicht gering ist. Königinnenkopf Caroline scheint zwar selbst keine derartigen Einkünfte zu beziehen, allerdings lässt die Tatsache, dass sie davon weiß, die Vermutung zu, dass Herzogin Alena sie mindestens einmal im Jahr auf Nürnbürger Würsten mit Sauerkraut -Carolines Leibgericht- in ihrer privaten Skihütte auf Mount Troufouse einlädt. Ebenso hat der Herzog der Schtroumpfaine, der größten Provinz Französien, in der mehr Schlümpfe leben, als in Neu-Schlumpfhausen, große Einkünfte aus der Schifffahrt auf der Petie Dscharonne und dem illegalen Schlumpfhandel, was an sich schon entsetzlich ist. Möglicherweise hält die junge, naive Caroline nur deshalb die Klappe, weil Timothée, der gutaussehende Sohn des Herzogs ihr Hoffnungen macht. Wobei sie, wenn sie klüger wäre und sich informieren würde, einsehen würde, dass Prinz Timothée bereits eine südländische Schönheit in der Schtroumpfaine hat, die ihn bereits völlig um den Finger gewickelt hat.
Von Herzogin Nisi de Nutellaine, die in Französien die Lebensmittelindustrie vollständig in ihrer Hand hat nicht zu schweigen. Herzogin Jojo indes hat sich in Joker City ihre eigene Unterhaltungs- und Glücksspielindustrie aufgebaut, zwar auf ihre Stadt beschränkt, aber dennoch wilde Blüten treibend. Und selbst die vielen Fürsten und Grafen der kleinen Reiche haben jeweils ihre eigenen Mittel (Gärtnereien, Metzgereien, Bäcker, Tante-Emma-Läden), die offiziellen Gesetze zu untergraben.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Herbstspaziergang

Ein Spaziergang, der alle meine Gedanken durchwehte -die allerdings jetzt schon wieder sehr beschwert vom sitzen am PC sind. Irgendwie gehen mir einige Dinge, die ich in den letzten Tagen gelesen habe, nicht aus dem Kopf. Ein paar Gedankenwolken voller Fragen.

Zum Beispiel:
Der Mensch ist immer noch Jäger und Sammler und das moderne Leben macht uns kaputt. Die Geschichte hat uns im Fortschritt vorangetrieben, sodass wir uns die Welt so einrichten konnten, dass wir und nicht bewegen müssen, aber leider sind wir nichts dazu geschaffen, uns nicht zu bewegen. Und wir können und kaum wehren, denn der Zeitdruck zwingt uns meistens auch, Auto zu fahren, den Bus zu nehmen, nicht zu laufen, kurzatmig zu sein. Was wäre, wenn wir morgens genug Zeit hätten, gemächlich unserer Wege zu gehen? Würden wir nicht uns gerade dann mehr bewegen, schließlich haben wir Zeit dazu? Nein, vermutlich nicht, denn wir würden uns vor ein internetfähiges Gerät setzen, die Zeit bis wir kurz vor knapp losmüssen vertrödeln und schließlich doch nicht laufen. Leben wir nicht irgendwie in einer Zeitfalle? Muss wirklich alles zeitlich organisiert und gemanaged sein? Müssen wir unbedingt unser Leben managen?
Das Paradoxe heute ist, dass wenn wir niedrigere medizinische Standards und weniger Überfluss an Nahrungsmitteln hätten, würde es uns gesundheitlich besser gehen. In Brasilien essen die Menschen im Durchschnitt mehr Zucker als Europäer, aber brasilianische Kinder haben längere Schulwege. Heute noch wie in der Steinzeit lebende Menschen, die eine gute medizinische Versorgung bekommen, haben eine höher Lebenserwartung, als wir mit unserem Lebensstil.
Tief in unserem Inneren sind wir das ausdauerndse Lebewesen auf Erden und Jäger und Sammler, dafür geschaffen, tagelang einer Antilope hinterherzurennen. Nehmen wir an, ein Sonnensturm würde die elektrische Stormversorgung auf der Erde global lahmlegen und unsere ganze Zivilsation zerstören, inklusive des Internets und beinahe der gesamten Industrie, würden wir wieder Holzhacken, Rinder züchten und jagen, denn etwas anderes bliebe uns nicht übrig und wir würden sehr schnell wieder zu Jägern und Sammlern werden. Eine andere Wahl als sterben hätten wir kaum noch.
Haben vielleicht viele Krankheiten daher ihren Ursprung? Wenn Leute Depressionen bekommen, süchtig nach etwas werden, einen Burnout haben, liegt es vielleicht daran, dass das Bedürfnis einfach mal zu rennen und die Zeit zu vergessen, nicht ausreichend befriedigt werden kann?

Zum Beispiel:
Ich denke immer die Zeit rennt mir davon, weil ich mir nie einfach ein bisschen davon nehme. Weil ich nie sage: So, und jetzt denkst du mal nicht über Zeit nach und tust einfach mal irgendwas. Denke nicht zu viel über etwas nach, wenn du dabei deine Zeit verplemperst und ich tue es doch, weil es wichtig ist und eigentlich alle Menschen mal drüber nachdenken sollten. Warum muss unsere Welt so durchgeplant sein? Warum müssen so viele Menschen ihr Leben bis ins kleinste Detail planen, macht das denn wirklich glücklich? Warum lassen wir uns nicht einfach vom Leben leiten, warum sind wir nicht zufrieden? Warum gibt uns keiner die Zeit, einfach etwas zu finden, mit dem wir glücklich sind. Von mir als Gymnasiastin erwartet man, dass ich naturgemäß studiere, wenn ich dieses Jahr ein Praktikum mache, darf ich nicht bei einem Maler oder Schreiner arbeiten, denn dann nehme ich Hauptschülern ihre Praktikumsplätze weg. Ich bin nicht dumm und wäre in einem solche Fall überqualifiziert, aber wer sagt denn, dass ich als Schreinerin nicht glücklich wäre? Als Handwerkerin? Ich liebe Handarbeit, ich liebe es mit einfachen Dingen zu arbeiten, die nicht allzu kompliziert sind und bei denen man sich trotzdem etwas denken kann. Ich liebe es, meine Gedanken durch meine Hände fließen zu lassen, wie beim Schreiben, nur dass daraus Form wird und nicht die Zeichen einer Idee. Ich willl lieber konkrete Dinge aufbauen, eine Idee entwickeln, die man erklären kann. Was will ich mit Wirtschaftslehre und Bankenlehre, wenn es keinen Menschen gibt, der einem sauber von vorner bis hintern durchrechnen kann, ie die Wirtschaft funktioniert und wenn es ständig Lücken im System gibt, die keiner schließen kann? Warum werden wir gezwungen, ständig an morgend und übermorgen gezwungen, Warum macht man unsere solche Angst um Geld und Zukunft? Warum dürfen wir nicht einfach in unserer Gegenwart sein, nicht irgendwohin unterwegs in einer diffuse unbestimmte Zukunft, sondern im hier und jetzt, einfach da und nicht in irgendeiner Unsicherheit? Warum Gedanken um die nächsten Miete? Warum erlaubt man den Menschen nicht mehr, sich einfach ein eigenes Haus zu bauen und dort bis ans Ende ihrer Tage zufrieden Leben? Warum gehört fast alles, dass es in dieser Welt gibt, inzwischen irgendjemandem? Ich bin auf der Suche nach dem Niemalsland, auf der Suche nach Mittelerde, auf der Suche nach einer einfachen Welt, in der alles Sinn ergibt. Kein Wunder, dass es so viel Fantasy gibt, wer hätte nicht gerne eine einfache Welt, in der es nicht ständig um die Zukunft geht? Was wäre, wenn wir nicht mehr für die Zukunft planen würden? Wenn wir planen, kommt es sowieso anders als geplant, als ist es egal. Wir könnten auch einfach nur aufmerksam sein, ohne wirklich einen Plan zu machen.

Zum Beispiel:
Der Herbst. Die Abendsonne. Die kühle Luft, die es im Sommer nicht gab, das Gefühl, dass die Welt gerade ein wenig stirbt, um sich zu erneueren. Spinnenfäden, die teilweise auf der Höhe meines Kopfes sind. Ich kann kaum zwei Schritte gehen, ohne mich in ihnen zu verfangen. Herbstblätter. Die Erinnerung an einen Laubhaufen, in dem ich mich versteckt hielt. Dieses Gefühl gerne einfangen wollen. Das Gefühl nach dem rennen, dass ich nicht umsonst lebe, weil ich gerannt bin und nicht nervös auf das ungewisse Etwas gewartet habe. Weil ich nicht gewartet habe, sondern einfach gerannt und gerannt bin. Der Wunsch, Flügel zu haben und fliegen, nicht an einen Ort gebunden zu sein. Der Wunsch, ein Nomade zu sein und nicht jeden morgen am selbern Ort aufzuwachen. Nicht in ein festes System oder einen Alltag gebunden zu sein, sondern einfach in die Wirklichkeit, nicht an den Ort, sondern nur an die Welt gebunden zu sein, die ja wirklich groß genug ist. Die freie Wahl zu haben, wo man als nächstes hingeht. Heute ist die Welt bis in alle Ecken und Enden erschlossen, und gerade deshalb ist kein Mensch mehr frei, einfach dorthinzugehen, wo er will, sondern gezwungen, durch Flughafenkontrollen und Grenzen zu gehen, mit Pässen und Papieren, die man braucht, um zu existieren, denn es reicht nicht mehr, dass man ein Mensch ist. Die ersten Menschen, die den Mount Everest bestiegen, den Mond betraten, Amerika oder Australien entdeckten, den Süd oder Nordpol erreichen, sie waren auch die letzten. Sie waren die letzten, die die Möglichkeit gehabt hatten diese Orte zu entdecken. Manchmal fühle ich mich, als wäre die Erde zu klein  und eng für mich, obwohl ich doch nicht viel Platz brauche und noch nicht viel von ihr gesehen habe. Aber ich muss die Erde mit sieben Milliarden anderen Menschen teilen, mit denen ich klarkommen und Frieden halten sollte, mit denen ich die Ressourcen teilen sollte. Alle Menschen haben das gleiche Recht auf Erde, doch die Erde ist nicht gerecht verteilt, sie ist nicht logisch aufgebaut und wird nie gerecht sein. Und doch halte ich den Frieden nicht. Meinetwegen verhungern andere, meinetwegen werden Krieg geführt und meinetwegen ist die Welt ungerecht und verschmutzt, weil ich nicht bereit bin, die Welt mit sieben Milliarden Menschen zu teilen. Wenn wir "meinetwegen" sagen, meinen wir ja, dass wir es akzeptieren, dass wir es hinnehmen und dass es in unserem Willen geschieht. Meinetwegen werden Kriege geführt, aber ich will trotzdem nicht darüber nachdenken. Lass die Rüstungsindustrie ruhig ihre Waffen exportieren, denn ich kann nicht davon loslassen, dass wir Exportweltmeister waren und will unbedingt, dass Deutschland wirtschaftlich stark ist. Meinetwegen sollen die Leute woanders verhungern und verdursten, aber ich will trotzdem bei Megges essen und dort meine Cola trinken und ich will trotzdem eine Plastiktüte nehmen, denn ich habe keine Lust, ständig eine Baumwollhandtasche mit mir rumzuschleppen, obwohl ich die ja sowieso ständig bräuchte. Meinetwegen passiert das alles, Hauptsache, ich krieg mein Stück vom Kuchen ab. Das bittere ist: Das ist ernst, das ist Realität. Wenn die Welt gerettet werden könnte, nur dass ich dabei sterben müsste, wäre ich bereit, dies zu akzeptieren? Ist die Menschheit bereit, Platz für den Rest der Evolution zu machen?

Ein paar ungeordnete Gedankenstürme, weil ich mich frage, was dabei herauskommt, wenn ich meine Gedanken direkt in die Tastatur fließen lasse. Und dass alles kommt mir in den Sinn, wenn ich einfach nur laufe und laufe.

Samstag, 18. Oktober 2014

Gestatten, Rübli Riesezahl

Gestatten, Rübli Riesezahl, Rübengeist, Quälgeist, Halloweenlaterne. Meine neueste Aufgabe besteht nun darin, Kinder zu erschrecken und an Halloween anzulocken davon abzuhalten, an Halloween wegen der doofen Süßigkeiten anzuklopfen. Die sollen sich schön verziehen, mit meinem Gruselgrinsen werde ich noch alle vertreiben!

Ein Rübengeist, den ich gestern geschnitzt habe. Wie sieht's bei euch aus, kennt die überhaupt noch jemand? Jedenfalls machen wir die jedes Jahr noch und ich liebe es, mir richtig Mühe bei meiner eigenen Rübe zu geben und sie dann vor der Haustür aufzustellen :-)

Freitag, 10. Oktober 2014

Skandal! Schlümpfe sehen wie Gartenzwerge aus!

 Natürlich begann ich mir die obigen Schlümpfe genauer ansehen. Waren das etwa getrocknete Schlümpfe? Ich hätte würgen müssen, wäre dem so. Also besah ich mir die Tüte genauer. Nein, tatsächlich waren es nur Schlumpffiguren, die größtenteils aus Zucker und Gelatine bestanden. Also probierte ich. Schmeckte nicht schlecht. Dann besah ich sie mir noch genau. Und war leicht schockiert. Das sollten zwar Schlümpfe sein, aber in Wirklichkeit sahen sie doch aus wie Gartenzwerge mit roten und weßen Köpfen. Mal ehrlich, sieht das schlumpfig aus? Was sagt ihr dazu?

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #3

Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #1
Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #2
Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #3

Die Männer mit den Maschinengewehren kreisten uns regelrecht ein, aber ich blieb ruhig stehen.
"Ich bin Konsulin Mulan." sagte ich
Der Anführer der Männer lachte und schüttelte den Kopf.
"Du bist minderjährig, allein, fliegst mit einem Fluggerät, das weit jenseits aller aktuellen technologischen Entwicklungen steht, landest plötzlich hier und behauptest allen ernstes, du wärst Herrscherin irgendeiner Bananenrepublik in der hintersten Ecke der Welt?"
Sie brachten mich
Mir wurde plötzlich klar, dass sie mich nur von außen betrachteten, weil ich eben schon seit der Gründung Lateiniens so aussah wie ich aussah und ich für immer ein fünfzehnjähriges Mädchen bleiben würde. (Zumindest ich, Konsulin Mulan. Meine Schöpferin würde wohl Jahr für Jahr älter werden, aber für mich machte es nicht den geringsten Unterschied, was passierte, ich war eine Figur in der Fantasie. Und ich hatte mehr drauf als die plumpen Typen, die von oben herab auf mich starrten.)
"Mir wurde gesagt, dass es Butterbrezeln geben soll" bemerkte ich
Der Mann starrte mich an. So als hätte noch niemand jemand bei ihm nach Butterbrezeln gefragt. Dabei hatte ich das Recht, das zu fragen. Ich meine, ich war Konsulin Mulan von Lateinien und außerdem eingeladen.
"Schau dich an." sagte der Mann verächtlich. "Ein dummes Mädchen, das glaubt es könne sich einfach irgendwelche Geschichten ausdenken, die dann auch noch geglaubt werden."
Ach ja, mein Aussehen. Natürlich, das war ein Problem. Womöglich musste ich jetzt nachhelfen. Ich änderte mein Äußeres. Mal sehen, was der Mann dazu sagte.
Der Mann starrte mich weiter an, aber ich wusste, dass sich jetzt etwas änderte. Jetzt war er überrascht und völlig überrumpelt.
Ich wünschte ich hätte einen Spiegel, um die Veränderung zu begutachten, die ich bewerkstelligt hatte, aber ich wusste, dass der Mann allen Grund hatte, mich anzustarren. Ich sah jetzt wohl etwa wie dreißig aus.
"Ich bin Konsulin Mulan von Lateinien. Ich nehme an, dass ich erwartet werde?" sagte ich spitz.
Die Männer mit den Maschinengewehren um mich herum zuckten alle zusammen
"Ähm..." der Mann starrte mich an, als wäre ich vom Himmel gefallen. Er sah richtiggehend hilflos aus und fast tat er mir Leid.
Dann bemerkte er Schlumpfinia, die immer noch auf meiner Schulter stand, und für die er offenbar zu blind gewesen war, um sie zu bemerken. Seltsamerweise gewann er gerade jetzt die Fassung wieder.
"Es gab keine Vereinbarung, dass sie anders als alleine kommen würden." sagte er jetzt und ich bemerkt, wie seine Gesichtsmuskeln verrückt spielten, weil er ganz offensichtlich mit Schlumpfinias Existenz haderte.
"Das ist Schlumpfinia Schlau, Mitglied der Schlumpfpartei und Chefredakteurin des Kurierkuriers. Sie vertritt die Opposition meines Landes." bemerkte ich
Himmel ja, eigentlich war Schlumpfinia Schlau so etwas wie meiner Erzfeindin, ber das Gesicht des Mannes, als ich das sagte war einfach so unbezahlbar, dass ich fast Sympathie für die Schlumpfine, die wütend wurde, als der Mann deswegen sie anzustarren begann.
"Starren sie mich etwa an, weil ich blaue Haut habe?" fragte sie ihn scharf
"Nun..ja..." sagte er
"Dann sage ich ihnen mal was: Es ist völlig normal, blaue Haut zu haben und es macht mich nicht zu einem schlechteren Schlumpf als sie. Und wenn sie mich wegen meiner blauen Haut diskriminieren dann können sie mich mal."
"Nun mal langsam, junge Dame." sagte der Mann "ich wollte gar nichts von ihnen."
"Dann starren sie mich nicht so an." schnaubte Schlumpfinia und funkelte ihn an
Ich würde diese Schlümpfe wohl trotz allem nie verstehen können
 
"Ich hätte nicht gedacht, dass sie bereitwillig die Opposition als Begleitung mitnehmen." sagte der Chef der RWE, als ich sein Büro betrat.
"Endlich mal ein Mensch mit Bildung." seufzte ich erleichtert
"Ich bin ein weitgereister Mann." sagte er "ich hatte allerdings eine fünfzehnjährige erwartet."
"Ihre Männer hatten ein reiferes Erscheinungsbild erwartet." erwiderte ich "Stört es sie?"
"Oh, aber nein." sagte der RWE-Chef "Ich finde es ist weit weniger verwirrend als sonst. Möchten sie Kaffee?"
"Ich hätte gerne Butterbrezeln."
"Kommen wir zur eigentlichen Frage zurück: Warum nehmen sie ihre Opposition so bereitwillig mit?" fragte er und musterte Schlumpfinia.
"Starren sie mich nicht so an!" fauchte sie
"Ich tue es nicht freiwillig. Aber behandeln sie die werte Schlumpfine bitte freundlich, ja?" sagte ich
"Selbstverständlich" sagte der RWE Chef

P.S. Inzwischen werden die Verhältnisse in Gundremmingen immer unrealistischer und unrealistischer geschildert und natürlich habe ich keinen Plan mehr, wie es weitergehen soll. Und ja, die Dialoge sind grottig :P

Dienstag, 7. Oktober 2014

Klavierunterricht

Arg verwackeltes Bild meines eigenen Klaviers

Seit heute habe ich wieder Klavierunterricht. Ja, eigentlich hatte ich keine richtige Pause, es waren halt Sommerferien, aber ich habe jetzt meine Klavierlehrerin gewechselt, weil ich mit der alten Lehrerin einfach nicht mehr klarkam und ich eigentlich schon längst von ihr wegwollte. Nur dass ich es mir ewig nicht eingestanden habe, dass es nicht funktioniert hat und immer noch bei ihr bleiben wollte, obwohl ich wusste, dass es ein Schei* bei ihr war. Sie hat immer erwartet, dass ich übe, motiviert bin, und dass ich immer Lust auf Klavierunterricht habe, wenn ich bei ihr bin.
Und sie hatte diesen tollen Spruch: Lehrer öffnen dir die Tür. Über die Schwelle treten musst du selbst. Ein chinesischer Spruch. Ja. Klar. Wenn sie den Lehrerberuf ernst genommen hätte, hätte sie selber noch hinzugefügt: Es ist die Aufgabe des Lehrers, seinem Schüler Spaß am Lernen zu vermitteln, ihn geradezu danach süchtig zu machen. Erst dann wird der Schüler nämlich bereitwilllig über die Schwelle treten. Dass ich mich nämlich für Klavierunterricht entschieden habe (Gut, meine Mutter hat mich hingeschickt, aber ich hätte auch aufhören können. Weil ich aber eigentlich Musik mag, und es ja im Prinzip schön ist, wenn man ein Instrument spielt, bin ich trotzdem dabei geblieben.) heißt nämlich noch lange nicht, dass ich auch bereitwillig jedesmal Bock habe. Meine Eltern zahlen sie ja nicht dafür, dass sie sich hinsetzt und zu mir sagt: "Mach mal"
Klar muss ich auch liefern. Klar muss ich üben. Aber warum hat sie jemals Motivation von mir erwartet, wenn sie doch diejenige war, die sobald ich mal falsch spielt und Zeit brauchte den Ton zu finden, keinen Bock mehr hatte und sogar aufgestöhnt hatte? Brr...
Jetzt habe ich mich endlich mal über sie ausgekotzt. Wollte ich ja schon lange mal. Jetzt fühle ich mich besser...
Aber egal, jetzt bin ich sie los, un heute hatte ich die erste Klavierstunde bei meiner neuen Lehrerin. Ah... Ich wusste ja gar nicht, was mir all die Jahre gefehlt hat. Sie ist entspannt, humorvoll und sie interessiert sich für mich. Sie interessiert sich nicht bloß für meine Fähigkeiten am Klavier, sondern auch für mich als Menschen und das ist doch mal was Neues. Ja. Mehr gibt es zwar nicht zu sagen, aber ihr wisst nicht, wie viel glücklicher ich bin, eine Klavierlehrerin zu haben, die von vornherein keinen Stress macht und die mir sympathisch ist. Jetzt habe ich auch kein Problem, täglich zu üben. Jetzt ist es kein Zwang mehr :)

Montag, 29. September 2014

Kareloj Murasemmek und das Omnideon

Die Küstenstadt Kareloj Murasemmek ist die religiöse Hauptstadt Lateiniens. Die Verehrung der alten römischen Götter findet dort ihren Höhepunkt auf der religiösen Landkarte Lateiniens. Es ist allerdings auch allgemein ein religiöser Brennpunkt, denn die verschiedensten verbohrten, mehr oder weniger religiösen Splittergruppen finden dort ihren Platz. Darunter der Islam, das Christentum, das Judentum, der Kuckucksklan, die Verehrung des fliegenden Spaghettimonsters (oder auch Pastafarianismus), der SAP-Zen-Puscheligkeits-Buddhismus, das Bekenntnis des unsichtbaren rosafarbenen Einhorns, der Diskordianismus, der Schlumpfismus der Jediismus, die Iglesia Maradoniana, der Last Thursdayism, der Schlumpfismus, der Chantalismus, sowie außerdem der Kapitalismus, der Kommunismus und natürlich die allernervigste, furchtbarste, schrecklichste und verbohrteste aller Religionen: Der Nationalsozialismus. Und unzählbare andere nettere und weniger nette Glaubensgemeinschaften. Lateinien ist ein multireligiöses Land -wenn auch nirgends gesetzlich garantiert -aber in Lateinien darf jeder glauben was er mag, auch wenn es nicht immer so scheint.

Und als religiöse Hauptstadt Lateiniens ist der Sammelort für all diese Seltsamkeiten. Wenn man die Stadt betritt, wird man sofort von Grabmälern, Tempeln, Schreinen, Götzen, Gemeindehäusern, Kirchtürmen, Minaretten und Banken (für die Kapitalisten und den Vatikan) begrüßt. Es gibt verwinkelte Ecken der Stadt für die großen Gemeinschaften, für die kaum noch Platz ist, weitläufige, in denen die Gläubigen die absurden Bauvorschriften ihres Glaubens durchsetzen können und weitläufige Götterhaine, die entweder dazu dienen, um dort bei den Göttern zu sein und ihnen zu opfern, oder die heiligen Früchte der Religion anzubauen (Schlumpfbeeren, Limetten). Viel Platz ist den römischen Säulentempeln eingeräumt, die Leia und Mulan in der ganze Stadt an bedeutenden Plätzen aufgebaut haben, runde und viereckige und aus Liebhaberei Mulans existieren außerhalb der Stadt in den Hügel sogar einige griechische Tempel. Ach ja, und natürlich Statuen. Während Jungingen-Schloppfingen, die Hauptstadt Lateiniens voller Statuen der Regierenden Politiker (Konsulin Leia und Konsulin Mulan, neben einigen eher unbedeutenden *muhahaha* anderen Politikern)
Während der Rest Lateinien den Modelaunen der Republik unterworfen ist, herrschen in Kareloj Murasemmek die verschiedenen Modevorschriften der verschiedensten Religionen vor (Von Mönchskutten bis zu schlumpfigen Zipfelmützen) und auf den Straßen ist anders als in der ruhigen Metropole Jungingen-Schloppfingen wo zwar von früh bis spät die Autos fahren, aber des nachts keine Straßenhändler mehr unterwegs sind, immer etwas los. Laufend kann man dies und das erwerben, Ablässe, Rosenkränze, Gebetsketten, Opfertiere, Bankverträge, Nudelsiebe, Laserschwerter, Caipirinha, Fußbälle,  was auch immer der Gläubige verehrt und begehrt. Von früh bis spät, auf fast allen Straßen und Plätzen, mal mehr, mal weniger, aber fast immer erfolgreich, denn es findet sich immer ein von Glauben beseelter, der bereit ist, sein ganzes Geld für seinen Glauben zu opfern.
Laufend gibt es allerdings Konflikte, wie es gar nicht anders sein könnte, wenn so viele verschiedene Personen* mit so unterschiedlichen Ansichten zusammenleben. Zum einen die Tempeltänze, auf der anderen Seiten gibt es auch einige dunkle Rituale, die teilweise auch unter den Anhängern innrhalb einer Glaubensgemeinschaft höchst umstritten sind und nicht selten müssen die Lictoren eingreifen, um streitende Glaubige, disputierende Theologen die ins obszöne abgerutsch sind und messerschwingende Extremisten außeinanderbringen, um Recht und Ordnung wiederherzustellen.
Im Großen und Ganzen ist die Bevölkerung Kareloj Murasemmeks jedoch friedlich und human und trotz allem Wahnsinn sind es ganz nette Leute.

*ich könnte auch "Daseinsformen" wie in Zamonien sagen. Was würdet ihr davon halten?

Samstag, 27. September 2014

Dominae Canes -die Hunde der Herrin

Trotz der Tatsache, dass Lateinien eine höchst matriarchalische Diktatur ist, besteht die Garde des Konsulnpalasts zu großen Teilen aus Männern. Das liegt daran, dass Mulan und Leia ausschließlich eine Garde von Gestaltwandlern aufgestellt haben, die sich ausgerechnet in Hunde verwandeln können und darum auch oft die "Dominae Canes" genannt werden -die Hunde der Herrin. Da die Hunde oder Wolfsgestalt bei Gestaltwandlern vorwiegend bei Männern und Jungen auftritt ist die Zusammensetzung der Garde entsprechend.
Immerhin gehören zur Führungsriege der Dominae Canes neben dem Rudelführer Dominik und Konsulin Mulans eigenem Bruder Mumian auch eine Hündin, namentlich die schöne Helena. In früheren Zeiten gehörte auch eine Wölfin namens Svenske zu den Dominae Canes, doch aus unbekannten Gründen zog sie sich aus der Öffentlichkeit zurück, arbeitete (zumindest wird dies von nicht belegten Quellen berichtet) danach für den Geheimdienst Lateiniens, jedoch zerstritt sie sich schließlich mit der Konsulin und verschwand vollkommen von der Bildfläche, sodass heute nicht mehr bekannt ist, wo sich Svenske aufhält.

Allerdings waren die Aufgaben der Dominae Canes wohl nie sonderlich aufregend. Meist bestehen ihre Aufgaben darin, eindringende Schlümpfe aus dem Konsulnpalast oder aus der Kurie zu vertreiben, Männerdemonstrationen ihrer Schranken zu verweisen. Außerdem sind auf offiziellen Reisen der Konsulinnen immer mindestens zwei Begleiter aus den Reihen der Dominae Canes dabei.

Donnerstag, 25. September 2014

Mein Lieblingslehrer, Herr F.

Mein Lieblingslehrer ist mein Physiklehrer, Herr F. Er macht immer auf höchst seriöse Weise Unterricht, indem er uns erzählt, wie er in seiner Jugend Drogen geraucht hat, von seiner Frau und Kindern und was er sonst noch tolles in seinem Leben angestellt hat. Gleichzeitig schafft er es, trotz allem (wenn auch... dürftig) Unterrricht zu machen und uns etwas beizubringen, so, dass wir alles verstehen und nichts vergessen (Alles ist mit einer Geschichte aus seinem Leben verbunden.)
Da gibt es sehr viel, vermutlich könnte man endlos über Herr F erzählen, ebenso wie Herr F endlose, aber unterhaltsame Abschweifungen in den Unterricht einbaut. Beispielsweis über seine Faszination über den "Darwin-Award" für den dümmsten Tod des Jahres und er erzählt immer von Leuten, die er für geeignete Kandidaten hält. So beispielsweise von einem Ehepaar, das an einer Klippe über das Geländer stieg, um dort ein Selfie zu machen, und das dann zu weit rückwärts ging und dabei in die Tiefe stürzte, sodass die beiden Kinder nun Waisen sind. Höchst amüsant, ebenso wie der Tod eines Mannes, der eines Tages beschloss, nicht mehr von der Toilette aufzustehen, dabei an der Toilette festwuchs und schließlich vermutlich an mehreren Faktoren, wie beispielsweise Maden, die sich in seinem lebenden Fleisch am Hintern eingenistet hatten, Übergewicht und den daraus resultierenden gesundheitlichen Schäden starb.
Am meisten faszinieren besagten Herr F außerdem Jugendliche, die so dumm sind, auf Kesselwagen oder an Stromleitungen hochzuklettern und dabei an den Stromschlägen sterben. Schließlich hätten die spätestens in Physik lernen können, dass das gefährlich ist! Darum fordert er auch immer höchste Kondensation in seinem Unterricht.
Außerdem sind seine schlimmsten Albträume Schüler, die nicht rechnen können. Letztes Jahr war er nicht nur für Physik, sondern auch für Mathematik verantwortlich und wenn man Klassenkameraden hat, die wortwörtlich den Satz: "Sechs plus drei ist doch Sieben?" zum besten geben, wundere ich mich auch nicht mehr darüber.
Nebenbei unterrichtet auch innerhalb des Schulfachs NwT (Naturwissenschaft und Technik) Astronomie (nicht zu verwechseln mit Astrologie) und jeder Planet und jede Sonne wird gerne als "Eumel" bezeichnet. Hat außerdem die Angewohnheit, Abkürzungen wie Bsp. und usw. so auszusprechen, wie sie geschrieben werden.

Herr Fs Spruchblödeleien

  • "Ich bin nicht nachtragend. Nach 'nem halben Jahr höre ich auf"
  • "Als mein erster Schreibtisch voll war, habe ich mir einen zweiten gekauft"
  • "Das war im Prinzip die Archidee des Archimedes"
  • (Während er ein Klötzchen Blei in der Hand hält): "Das ist Blei. Das sollte man nicht anfassen."
  • "Lehrer sind eigentlich Drogendealer"
  • "Hier im Raum gibt's nur einen Mann. Alles andere sind Buben."
Und er hat wirklich Humor. Das bestätigte mich erst heute mal wieder ein Erlebnis in Herr Fs Physikunterricht, als er meinte: "Ich bin eine ganz seriöse Persönlichkeit. Wenn man die ganzen unseriösen Teile meiner Persönlichkeit weglässt, bin ich eine ganz seriöse Person."
Ich erwiderte spontan (bei Herr F habe ich was solche Sätze angeht einfach keine Hemmschwelle mehr): "Dann müssen sie aber eine ziemlich kleine Persönlichkeit sein."
Er nahm es mit Humor. Es war auch gar nichts besonderes, dass er es mit Humor nahm. Denn er hatte den ersten Satz selber nicht ernstgemeint (denn der erste Satz war einer seiner hochseriösen Sätze) und die ganze Klasse brach dabei in Lachen aus. Eine ganz normale Situation Herr Fs Unterricht und auch wenn man leider nicht das lernt, was man lernen sollte, ist Herr F mein Lieblingslehrer. Die Welt braucht mehr Menschen wie ihn.

Mittwoch, 24. September 2014

Tanzkurs

Jetzte bin ich ja in der zehnten Klasse (Meine Güte! In der Zehnten! Wie jedes Jahr muss ich mich erst mal dran gewöhnen, dass ich jetzt eine Klasse höher bin...
Und das heißt: Der Tanzkurs steht an. Ich habe mich zwar letztes Jahr angemeldet, aber abgesehen davon, dass die Tanzschule mich erstmal fälschlicherweise als Jungen deklariert hatte, musste ich mir nicht weiter Gedanken um den Tanzkurs machen. Bis jetzt. Bis mir in den letzten Tagen klar wurde, dass ich doch irgendwie einen Tanzpartner brauche. Meine Mutter macht mir seit Schulbeginn schon die ganze Zeit Stress, dass ich doch einen Tanzpartner brauche, dass ich doch einen Tanzpartner brauche, dass ich doch einen Tanzpartner brauche... heute war also die erste Tanzstunde und ich ging eben hin, ohne mir Sorgen zu machen. Und meine Mutter hatte sich auch echt zu viel Stress gemacht, denn es gab genügend Jungs die auch keine Tanzpartnerin hatte und ich bekam sogar einen zugeteilt, der letztes Jahr schon im Tanzkurs war und somit nicht so ein mieses Rhythmusgefühl hatte wie einige andere. Das war zwar nur für diese eine Tanzstunde, aber es war nicht so schlimm wie ich gedacht hatte. Im Gegenteil, dadurch dass ich vom Ballett her und er vom letzten Tanzkurs, also wir beide ein gutes Rhythmusgefühl und auch in der Lage waren, ein paar Schritte zu gehen, die mal nicht nur geradeaus waren, war es ganz okay mit ihm zu tanzen (Ich weiß nicht mal seinen Namen.)
Später habe ich dann einen, den ich von Kolping her kannte und der eigentlich nur zum zugucken kam, aber am Ende ganz alleine dasaß und wahrscheinlich am liebsten mitgemacht hätte, so wie er zugeguckt hat, gefragt, ob er vielleicht mein Tanzpartner wird. Er wird wahrscheinlich erstmal vorläufig eine ausgemachte Katastrophe sein, denn er kann nicht tanzen, aber der Sinn eines Tanzkurses ist es ja, das tanzen zu erlernen... egal, ich werde sehen wie es wird, mit ihm zu tanzen.
Puh, dabei war es doch mit dem Fremden Jungen ganz nett (abgesehen davon, dass er mir ständig seinen Atem ins Gesicht gepustet hat. Habe ich vermutlich auch getan, denn beim Tanzen kommt man ziemlich ins Schwitzen und Schnaufen, aber trotzdem.) Ich glaube allerdings noch lange nicht, dass die ganze Angelegenheit wirklich fruchtbar kompliziert ist. In ein paar Wochen hat sich alles eingerenkt und dann ist alles schon in Ordnung. :)
Tanzen ist bis jetzt ziemlich einfach, wir haben heute die Grundschritte imm Cha Cha Cha (Wie schreibt man das eigentlich?) im Walzer und im Discofox gemacht und ich hatte wirklich keine größeren Schwierigkeiten, mit den Schritten zurechtzukommen. Bis jetzt ist alles pipifax für mich. :)
Habt noch einen gute Nacht und auf wiedersehen!

Mittwoch, 17. September 2014

Zweiter Schultag, Dritter Schultag und eine kleine Ergänzung zum ersten Schultag

Eigentlich wollte ich einen Teil dieses Beitrags schon vorgestern bringen. Und diesen Beitrag im speziellen gestern. Aber vielleicht lest ihr einfach selbst:

(Dienstagabend, kurz vor Neun)
Grr. Ich sollte endlich mal etwas beichten, das ich ziemlich lange unterm Tisch gehalten habe.

Ich habe nämlich meine Eltern selber gebeten, bei mir eine Kindersicherung für's Internet einzustellen. Einfach, weil ich sonst nicht dazu komme, Nachts zu schlafen, oder einfach zu merken, wie lange ich eigentlich schon am PC war. Und auch wenn es inzwischen ziemlich nervig ist, da ich nur die Zeit bis um Neun Uhr zur Verfügung habe, um meinen Blog zu betreiben, funktioniert es recht gut. Nur leider hatte ich gestern das kleine Problem, dass ich noch gar nicht fertig war, als  es schon neun war. Trotzdem habe ich dann den Beitrag erstmal rausgehauen, denn nur am ersten Schultag kann man über den ersten Schultag berichten (Es sei denn, man macht einen Wochenbericht, aber das wäre zu viel auf einmal gewesen und hätte nie funktioniert.)

Also habe ich heute aber gemerkt, dass einiges von dem, was ich berichten wollte, in dem Beitrag von gestern fehlt. Also haue ich jetzt, etwas zwanzig Minuten vor Neun Uhr und bevor meine Mutter mich zum Zähneputzen schickt (ja, ich schäme mich nicht dafür) noch einen Artikel raus. Hoffen wir mal, dass ich innerhalb von zwanzig Minuten etwas ordentliches zusammenkrampfe.

Was mir gestern vor allem wohl gefehlt hat, war wohl Organisation. Ich habe angesichts meines Kurzurlaubs im Allgäu ;-) total verpennt, irgendwie Tinte für meinen Füller und ein Hausaufgabenheft zu kaufen. Das mit dem Füller war schon die ganzen Sommerferien ein von mir selbst konsequent ignoriertes Problem, aber in der Schule kann man anders als bei Notizen nicht einfach einen Bleistift nehmen und ohne Hausaufgabenheft fühle ich mich total verplant. Erst als ich gestern am Nachmittag in Schreibwarenladen stand und die wichtigsten Schulsachen schon hatte, insbesondere mein geliebtes Hausaufgaben-Häfft (Ich mache hier schamlos Werbung, denn für Häfft muss man sich nicht schämen) und da fühlte sich der erste Schultag einfach großartig an. Da war ich selig, denn ich hatte aufheiternden Dummsinn, Organisation und jede Menge frisches Papier, das nun vollgekritzelt werden darf (Es kann schon passieren, dass ich in meinen Schulheften nebenbei noch irgendwelche anderen Geschichten unterbringe)

Was die Lehrer angeht, bringe ich wohl noch einen ausführlicheren Artikel, jeder Lehrer wird hier einen Ehrenplatz bekommen, besonders mein Lieblingslehrer Herr F.

(Ab diesem Moment weiß ich, dass ich es nicht mehr schaffe, den Artikel beizeiten zu Ende zu schreiben, weil ich mich schon viel zu sehr von Mira Bluhm und Julie habe ablenken lassen. Aber ich schreibe einfach weiter, jetzt im Editor)
Heute war eigentlich nichts besonderes. Ich war wieder etwas müde und zerstreut von der durchlesenen Nacht und die meisten Fächer knüpfen beinahe nahtlos an das letzte Schuljahr an, was mich im Gegensatz zu einigen meiner Klassenkameraden nicht so sehr stört, da es beruhigend ist, angesichts der Änderungen, die inzwischen eingetreten sind. In den meisten Fächern sitze ich allein oder ich saß in den letzten Jahren nicht mit ihr zusammen, aber in Latein saß ich neben meiner Freundin, die jetzt aber für ein Jahr in den USA ist und nun ist sie eben weg. Und ohne sie ist es furchtbar einsam. Klar, ich habe noch andere. Aber sie war eine ganz besondere, das sage ich ganz offen und ohne sie fehlt hier was.
Ballettraining war heute endlich mal eine weitere Routine, die gefehlt hat und die ich vermisst habe (Ja, der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier, auch wenn er sich an alles gewöhnt, aber er ist ein Gewohnheitstier, der auf Veränderungen reagiert...) und da war es wirklich mal gut, dass ich mich ein wenig bewegen konnte, ein wenig schwitzen (Ballett ist anstrengend. Allen Leuten, die Ballet für Kinderkram halten und sich Ballerinas in rosa Tutus vorstellen empfehle ich eine Balletstunde bei meiner Lehrerin. Ballett ist kein Barbiefilm und unsere Trikots und Schläppchen sind im übrigen Schwarz. Da kriegt man nämlich die Schweißflecken besser raus) und am Ende einfach mal den Kreislauf in Schwung bringen konnte, denn das fehlt mir in den Ferien am meisten von allem. Wie es morgen wird? Da wird morgen nachgetragen. Und dann hoffentlich endlich mal veröffentlicht ;-)

(Mittwochnachtmittag, verschwitzt, war gerade in der Stadt im Schreibwarenladen und habe außerdem eine erstaunliche Entdeckung gemacht, aber davon später)
Durch die Schule geschlafwandelt...
Heute bin ich am morgen total durch die Schule geschlafwandelt, ich musste mich ständig strecken und recken und gähnen damit ich überhaupt wach blieb. Dafür, dass ich kaum noch konnte, habe ich mich aber wacker durch den Schultag geschlagen :) Allerdings sollte ich endlich mal die Info in mein Gehirn prügeln, dass es nicht klug ist, bis Mitternacht aufzubleiben, weil man da unter Garantie noch eine ganze Stunde bleibt, bis man überhaupt einschläft. (Seltsam, ich bin trotzdem um 5:30 aufgewacht. Wie ich das geschafft habe ist mir selbst ein Rätsel.) Ein kurzer Schultag und ich fühle mich immer noch alleingelassen. Ohne etwas erwähnenswertes. Zu Lehrern jeglicher Art schreibe ich vielleicht einen Extrapost für jeden Lehrer. :)
Heute vorm Schreibwarenladen habe ich eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Es gibt da nämlich so eine ältere Frau, die oft bei uns an der Schule vorbeiläuft und sich dann immer beklagt, dass die Schüler so unhöflich sind, obwohl sie sich selbst ständig unter aller Sau benimmt. Jedenfalls, sie motzt ständig Schüler an, und natürlich machen sich manche Schüler auch einen Spaß drauß. Deshalb habe ich immer gemischte Gefühle, wenn sie mal wieder total unhöflich ist, weil ich vermute, dass sie einfach geistig nicht mehr ganz fit ist und es unverdient ist, wenn sich meine Mitschüler über sie aufregen.
Heute kam ich in der Stadt an ihr vorbei und begrüßte sie mit einem "Hallo". Ich weiß eigentlich, dass an nie höflich genug für die Frau ist. Sie regt sich immer auf. Und so war es wieder. Sie murmelte abfällig "Hallo" und "Was soll ich mit Hallo" und blickte düster umher.

(Um viertel vor acht mit zittrigen Fingern, weil es schon wieder so spät ist)
"Guten Tag noch" sagte ich und hob die Hand. Da erstrahlte das Gesicht der Frau plötzlich und sie lächelte mich an.
"Guten Tag." sagte sie und war plötzlich ganz zufrieden und mir wurde klar, dass alles, was die Frau vermutlich irgendwo in ihren verqueren Gedanken stört die moderne Sprache war. Sodass ihr Hallo schon zu unhöflich erscheint, so wie ich auch nicht "Hi" zu meiner Oma sagen würde (okay, andere als ich vielleicht schon, aber ich nicht.)
Interessant, oder? Da denkt man, die ist doch besheuert und dann ist alles was sie braucht ein "Guten Tag" statt einem "Hallo". Schräg.

Und hiermit lasse ich endlich mal meine Post los... Und morgen muss ich endlich mal eine Rezi zu Ende kriegen. Macht's gut Leute :)

Montag, 15. September 2014

Erster Schultag -ein Rückblick

So jetzt schreibe ich hier also mal meinen ersten Beitrag der wirklich von Schule handelt.
Erster Schultag, gut, schlecht? Konnte ich erstmal nicht sagen. Irgendwie hatte ich die Depression des ersten Schultags, genau wie letztes Jahr. Ich freue mich immer auf den ersten Schultag, aber er beginnt immer erst mit einer Stinkbombe, bevor er besser wird. Erstmal sitze ich ziemlich allein. Zuerst saß eine, die sitzengeblieben ist neben mir (das sage ich ohne Bewertung, einfach als Fakt, um sie nicht groß beschreiben zu müssen) dann zog auch sie weg und ich sitze jetzt allein in der zweiten Reihe. Mein Gott, ich glaube, morgen ziehe ich ohne Vorankündigung vorne in die erste Reihe auf den einsamen leeren Platz. Wenn schon einsamer Streber, dann bitte richtig. Ich habe zwar Freunde, aber der Haken ist, dass ich nicht in der letzten Reihe sitzen will. Ich möchte schon gerne einen Platz mit guter Aussicht, an dem man den Lehrer sieht. Dass man mich dort bei meinen heimlichen Schreibereien oder beim Lesen unterm Tisch erwischen könnte? Das ist mir egal. Bei den meisten Lehrern, die darauf achten, ob man nebenher noch was macht, macht mir der Unterricht auch Spaß, deshalb spielt das für mich eine untergeordnete Rolle. Es gibt wenige Fächer, die ich wirklich hasse. Selbst an Mathe (und das will schon was heißen) kann ich noch etwas gutes finden.
Wie gesagt, das hier ist die Schule aus der Sicht einer Streberin, deshalb kann das hier durchaus andere Ansichte enthalten als die üblichen "Die doofe, doofe Schule-Meinungen". Verrückt? Klar.
Was mich am Vormittag noch am meisten gefreut hat war die Bücherausgabe. Jep. Nein, es ist nicht der Geruch von Büchern. Kommt mir bloß nicht mit der Scheiße. Der Geruch von Büchern ist ziemlich irrelevant für mich. Ich interessiere mich schlichtweg für ihren Inhalt. Für Geschichte, Deutsch, Englisch, Latein Chemie egal was. Der Inhalt ist toll.

Freitag, 12. September 2014

Über Markenscheiße und Geld

Heute war ich beim REWE (Nicht zu verwechseln mit RWE ;-). Ja, scheißegal, dass ich hier Werbung machen. Ich meine, glaubt irgendjemand, dass die mir Geld dafür zahlen würden? Schön wär's. Und wenn ich schon über Marken reden will muss ich das hier nicht unnötig kompliziert umschreiben.
Ich stand also beim REWE an der Kasse. Ich hatte ein Packung Smarties, eine Packung Nimm2 und ein Lustiges Taschenbuch mitgenommen. Hinter mir stand ein Mann mit einer ganze Ladung von JA-Produkten. Ihr wisst schon, die billige Eigenmarke von REWE. Schokolade, Milch, Butter und noch ein paar andere Sachen, die in der Regel ganz unten ins Regal gestellt werden. Der Mann sah nicht gut aus. Er hatte einen Bart, der schon ziemlich dicht war, aber nicht wirklich gepflegt. Und er sah noch ungepflegter als ich aus. Wenn ich das mal so sagen darf. Ich bin ein Stubentier und achte nicht so sehr darauf, gut auszusehen. Manchmal dusche ich eine Woche nicht, obwohl ich mich unwohl fühle, einfach weil ich gerade mit etwas beschäftigt bin, mit einem Buch, mit meinem Blog. mit dem schreiben meiner Geschichten. Was auch immer. Aber der Mann sah regelrecht verwahrlost aus. Er hat wohl im Gegensatz zu mir keine überfürsorgliche Mutter, die ihm hinterherrennt und zu diesem oder jenem zwingt. Ich glaube, manchmal braucht man schon jemanden, der einen antreibt.
Er hatte vermutlich Mengenmäßig sehr viel mehr in seinem Einkaufskorb als ich. Was man halt so braucht.
Aber während mein Einkauf (LTB und Süßigkeiten) mehr als neun Euro gekostet hat, hat seiner am Ende gerade mal ca. 2.80€ gekostet.
Bumm. Das hat mir ziemlich zu denken gegeben.
Zum einen, entweder ist der Mann einfach sehr, sehr sparsam, lebt allein und ist einfach ein Eigenbrötler, oder er ist einfach arm und versucht so wenig wie möglich auszugeben. Und ich tippe auf letzteres. Und da habe ich mich schon ziemlich geschämt. Wenn ich, ein fünfzehnjähriges Mädchen zum Spaß einfach mal gut zehn Euro für Comics und Süßigkeiten auf den Tisch knallen kann, weil ihre Eltern ihr eben so viel Taschengeld geben (Und, falls ihr es noch nicht mitgekriegt habe, ich habe meinen Wochenendjob als Prospektverteilerin aufgegeben und verdiene kein eigenes Geld mehr) und der Mann für sich selbst denn vermutlich lebt er allein (Ich sag das jetzt mal ganz vorverurteilend. Aber es ist sehr, sehr wahrscheinlich) nur das billigste kaufen kann (auch, wenn es nicht schlechter als die normale Schokolade ist. Bloß wegen der dämlichen Verpackung zahlen wir für viele Dinge mehr Geld als das Zeuch wert ist. (Bioprodukte ausgeschlossen, die sind zwar ihren Preis wert, aber nur Bio und Fairtrade zu essen, wenn's nicht aus dem eigenen Garten ist geht ziemlich ins Geld. Weiß ich, weil meine Mutter immer jammert, wenn ich damit anfange und leider hat sie recht)
Dann ist schon etwas seltsam. Nicht, weil ich denke, dass fünfzehnjährige Mädchen nicht auch mal selbstständig Geld ausgeben sollten. Ich gehöre definitiv nicht zu den Leuten, die das glauben. Aber es ist irgendwie traurig, daran zu denken, dass nicht alle Menschen die gleichen Möglichkeiten in ihrem Leben haben.

Der Gedankengang, dass die JA-Produkte und die andere Eigenmarke von REWE sich nicht voneinander unterschieden hat mich außerdem noch zu etwas anderem gebracht, über das ich oft nachdenke. Nämlich, dass Milka sich die Farbe Lila für Schokolade schützen lässt. Deshalb darf (zumindest in Deutschland, wie ist das eigentlich in anderen Ländern?) niemand außer der Firma Milka Schokolade in Lila Verpackungen stecken. Geht mal in den Supermarkt und sucht lila Schokoladenverpackungen, auf denen nicht Milka draufsteht.

P.S. Wäre es nicht interessant, wenn ich künftig, wenn ich von Milka erzähle, Mähka hinschreibe? Das wäre doch ein erster, kleiner Insidergag...

Donnerstag, 11. September 2014

Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #2

Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #1
Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #2
Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #3

Ich schnappte mir also meinen Fluggleiter und entfernte mich diskret aus dem Konsulnpalast. Praktischerweise hatte mein Fluggleiter einen Unsichtbarkeitsschild. Recht nützlich, wenn einem demonstrierende Schlümpfe und Journalisten direkt vor der Haustür auflauern. Die Biester sind zwar winzigklein, aber sie haben es faustdick hinter den Ohren. Leider, und das muss ich ihnen zugutehalten, sind sie schlau. Und sie haben so oft recht! Wenn jemand anderes als ich recht hat, ertrage ich das nicht.
Ich flog in den Norden durch die süßen Provinzen, wo wirklich alles aus Keksen, Schokolade und Zucker ist. Irgendwie hätte ich gerne einen Abstecher gemacht, denn sonst kam ich nicht aus dem Haus, aber schließlich begnügte ich mich damit, kurz am Chocoly zu landen und ein bisschen heiße Schokolade zu trinken. Ich verbrannte mir aber nur dabei die Zunge, weil ich dabei zu hastig trank. Nun würde ich erstmal eine Weile nichts schmecken können. Toll. Dabei hatte ich mich doch schon so auf die Butterbrezeln gefreut, die es in Gundremmingen geben würde!
Wie auch immer, ich war schon bald weiter unterwegs, erreichte das Allgäu, den Bodensee und irgendwann überflog ich die Donau. Allerdings war ich ein bisschen zu weit im Westen, deshalb  musste ich erstmal ein bisschen dem Flusslauf hinunter um Gundremmingen zu finden.
Es machte Spaß, endlich mal draußen zu sein und mir den Wind um die Ohren pfeifen zu lassen, mich frei zu fühlen und endlich mal ein bisschen Spaß zu haben. Ich gab Gas. Es konnte mich ja keiner sehen und solange ich mit keinem Hubschrauber zusammenstieß konnte mir diese Deutschen ja nichts tun.
Dann sah ich das Atomkraftwerk mit seinen beiden riesigen Kühltürmen vor mir aufragen und beschloss, auf den letzten Metern noch einmal richtig Gas zu geben. Ich klappte das Paar Gleitflügel meines Fluggleiters aus und ließ mich im Sturzflug Richtung Atomkraftwerk fallen. Selbst mir machte das immer Angst (Naja. Ich war die einzige, die das jemals tat. Außer mir besaß niemand auf der Welt einen ähnlichen Fluggleiter und wenn Leia dabei war, wollte sie keine Sturzflüge machen. Was mich verwundert, denn sonst hat sie eigentlich keine Höhenangst. Im Gegenteil, ich bin eigentlich diejenige, die in der Höhe zittert.) aber es war der ultimative Kick den ich kriegen konnte. Beinahe ohne Kontrolle und mit jeder Menge Wind in den Haaren sauste ich auf den Boden und riskierte meine Leben. Allein dafür war es eigentlich schon wert, hierherzufliegen. Scheiß auf das Atomkraftwerk.
Plötzlich spürte ich ein heftiges Zwicken am Arm. So heftig, dass ich den Lenker losließ.
"Halt!" schrie eine Stimme "Willst du uns beide umbringen?"
Entgeistert musste ich feststellen, dass ich nicht alleine im Fluggleiter war. Ich hatte einen blinden Passagier. So viel zu Diskretion. Aber wie winzig musste das Wesen sein, das ich dabei hatte? Schließlich war das hier ein kleiner Fluggleiter ohne Verstecke. Ein Zuckerelfe? Ein Zwerg? Unwahrscheinlich.
Ich starrte auf meinen Arm, wo ein kleines blaues Wesen, das laut herumkreischte herumhüpfte, sodass ich eine Weile brauchte um es zu erkennen. Es war eine Schlumpfine.
"Anhalten!" schrie sie "verschlumpft nochmal, anhalten!" dabei wackelte sie derart mit dem Kopf, dass ihr die Mütze beinahe vom Kopf gefallen wäre, hätte sie diese nicht festgehalten.
Ich packte den Lenker wieder und zog an der Bremse. Wir hielten mitten in der Luft.
"So" sagte ich "Darf ich fragen, was der Scheiß soll?"
"Dasselbe würde ich dich gerne fragen" sagte die kleine Schlumpfine. Oh Gott. Sie sagte das so würdevoll, und dabei war sie so niedlich. Das war das Problem mit den Schlümpfen. Sie waren so furchtbar schlumpfig und machten doch einen Riesenärger. Wie Kinder.
"Ähm... warum?" fragte ich "du bist doch der blinde Passagier, oder nicht?" fragte ich
"Und du bist diejenige, die Atomkraftwerke in Neu-Schlumpfhausen bauen will!" schimpfte die Schlumpfine
"So ganz stimmt das aber nicht." bemerkte ich mit gerunzelter Stirn. Ich musste mir auf die Zunge beißen, um nicht lachen zu müssen. Sie sah so süß dabei aus.
"Wozu fährst du nach Gundremmingen? Warum willst du dich mit den Chefs der RWE treffen?" fragte sie
"Sie haben mich eingeladen" sagte ich "und ich interessiere mich für Atommkraftwerke."
"Also willst du welche in Lateinien bauen" stellte sie fest. "du willst einmal mehr Lateinien mit deinen hirnverbrannten Ideen verseuchen und außerdem kümmert es dich
"Hey, jetzt mal langsam. Nur weil ich wissenschaftlich interessiert bin, heißt das noch lange nicht..."
"Das sind doch nur faule Politikerausreden." krakeelte die Schlumpfine und schüttelte den Kopf "selbst wenn sie erst fünfzehn sind und..."
"Es. wird. keine. Atomkraftwerke. in. Lateinien. geben." stieß ich zwischen den Zähnen hervor. "Wie schwer ist das eigentlich zu kapieren?"
Die Schlumpfine verstummte und starrte mich misstrauisch und verächtlich an, als wäre ich die schwerste Verbrecherin auf der Welt.
Unbelehrbar dachte ich wie der Rest der ganzen Schlumpfheit
Schlümpfe waren so ziemlich das nervigste Problem das man als Konsulin von Lateinien hatte. Sie wollten immer jede Kleinigkeit in meiner Regierungstätigkeit als Verbrechen hinstellen und witterten hinter allem Verschwörungen.
"Wer bist du eigentlich? Hmm?" fragte ich. Ich bemerkte dabei, dass ich schon fast anfing, mit der Schlumpfine wie mit einem kleinen Kind zu reden. Dabei ware die meisten Schlümpfe ziemlich alt. Was man ihnen nur nicht anmerkte.
"Ich bin Schlumpfinia Schlau" sagte die Schlumpfine
Ach du Scheiße. Ich hatte die Chefredakteurin des Schlumpfblatts höchspersönlich vor mir. Quasi meine politische Erzfeindin. Nun ja, es gab in Lateinien keine Opposition, dafür gab es eigentlich nur das Schlumpfblatt. Das ich eigentlich verboten hatte. Rein theoretisch war Schlumpfinia Schlau also gerade politisch verhaftet. Naja, soweit man davon reden konnte, dass es in Lateinien politische Haft gab. In Lateinien gab es keine Gefängnisse.
"Was willst du jetzt machen? " fragte ich "wolltest du mitkommen? Wolltest du mich davon abhalten, nach Gundremmingen zu gehen?"
"Ich wollte heimlich mitkommen." bemerkte Schlumpfinia ohne zu zögern "aber du wolltest ja einen Selbstmordversuch begehen."
"Ich hatte den Fluggleiter fest im Griff" sagte ich "kann es sein, dass ihr Schlümpfe einfach kein Risiko mögt?"
"Ich habe nichts gegen Risiko, aber ich suche es nicht" sagte sie "was du tust ist hochgradig fahrlässig."
"Nun, ich würde es nicht als fahrlässig bezeichnen" gab ich zurück "ich finde, nur wer wagt, gewinnt"
"Politiker sollten kein Risiko mögen" sagte Schlumpfinia Schlau
"Und Schlümpfe sollten keine Politik machen" entgegnete ich
Da wurde Schlumpfinia dunkelblau. Ja, es war genauso. Sie wurde dunkelblau und wütend.
"Das sagt genau die richtige" stieß sie zornig hervor
Ich seufzte und löste endlich die Bremse. Ich würde am Ende noch zu spät ankommen und dann würde man mir keine Führung mehr im Atomkraftwerk gewähren.
"Du wirst doch nicht etwa...?" fragte Schlumpfinia ohne den Satz zu beenden und als wäre es glasklar was sie meinte. Sie sprang mit einem Satz von meinem Arm auf das Steuerpult des Fluggleiters. Mann, wenn ich eine solche Sprungkraft hätte.
Dabei flogen wir noch gar nicht so schnell
"Ich werde das Atomkraftwerk besuchen und keinen Selbstmordversuch begehen." sagte ich "wenn du vorher aussteigen willst, kann ich dich ja fallen lassen." Ich war mir selber nicht mal sicher, ob ich letzteres ernst meinte oder nicht. Denn einerseits verspürte ich den Drang, sie hinunterzuwerfen, andererseits könnte es auch als Scherz gemeint sein.
"Ich komme mit" sagte Schlumpfinia "ich werde als Vertreterin der Schlumpfpartei und der Opposition dabei sein."
"Es gibt in Lateinien keine Opposition" bemerkte ich
"Die Schlumpfpartei" sagte Schlumpfinia
Ich hatte eigentlich keine große Lust, mit ihr zu streiten, als zuckte ich mit den Achseln und fuhr los. Dann würde ich endlich mal an dem verdammten Atomkraftwerk ankommen.
Ich landete sanft hinter dem Stacheldrahtbewehrten und Kameraüberwachten Zaun im Gras. Das Gras war platt gemäht und ich sah keine einzige Blume oder Biene darauf. Wald- und Wiesenfreunde waren die Leute hier demnach nicht.
Auf einmal gab es einen mordsmäßigen Lärm und von allen Seiten stürmten Männer mit Gewehren und Uniformen auf mich zu.
"Was willst'n du hier, hä?" fragte mich einer der Männer und musterte mich und meinen Fluggleiter. Schlumpfinia, die jetzt auf meiner Schulter hockte bemerkte er offenbar nicht

Montag, 1. September 2014

Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #1

Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #1
Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #2
Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #3

Neulich saß ich allein im Büro in der Kurie. Naja, ich sitze fast immer alleine dort, weil Leia zu faul für den Papierkram ist. Sie testet Pizzasorten während ich hier die Regierung von Lateinien machen muss. In der Hinsicht eine lästige Aufgabe, dass ich mir schon überlege, ob ich mir nicht doch eine Sekretärin anschaffen sollte. Am besten hol ich mir C3PO, der beherrscht ja das rumjammern so gut, aber Leia ist irgendwie dagegen, sie meint aus irgendeinem Grund, dass sie ihm das Leben schuldig ist und er außerdem nicht als Sekretärin geeignet ist. Dabei hat das Profiling sogar bewiesen, dass wir beide 100% Klugscheißer und 100% Besserwisser waren und somt ideal zusammenpassten. Leia wollte trotzdem nix davon wissen, sie murmelte irgendwas von "Wenn die beiden auch noch zusammen..." Was sie dami wohl gemeint haben könnte?
Nun ja, ich erledigte also den Papierkram, den man so hat, wenn man Lateinien regiert und fand unter den vielen Briefen (zwischen der Fanpost und den Abrechnungen meiner Censorin die mir mal wieder den Geldhahn abdrehen wollte) eine Einladung der RWE:

Liebe Konsulinnen,
Wir haben die Entwicklung ihres kleinen Landes mit größtem Interesse beobachtet und möchten anfragen, ob sie Interesse an Klimaschonender Kernkraft hätten. Darum wollen wir sie einladen unser Kernkraftwerk Gundremmingen zu besichtigen. Die Anreise bezahlen wir natürlich für sie, ebenfalls stellen wir ihnen Getränke und Butterbrezeln zur Verfügung.

ihre KGG & RWE

Also habe ich erst mal bei Leia angeklopft, weil ich sie fragen wollte, ob wir die Einladung annehmen sollten. Sie hat so eine Rieseloft in der Kurie anbauen lassen, damit sie dort, wenn sie mal hier in Jungingen-Schloppfingen ist, ihr großes Restaurant aufbauen kann. Sie nennt es ihr "Testlabor", aber es ist im Prinzip ihr großes Restaurant, in dem sie (sehr zum Leid unserer Angestellten) die Zeit verbringt, alle möglichen Sachen zu essen und dann zu entscheiden, ob es in Lateinien verboten oder ins öffentliche Speisenregister der ausdrücklich erlaubten Speisen kommt. Wenigstens wird in Lateinien viel wert auf Verbraucherschutz gelegt.
Es war mal wieder der helle Wahnsinn, wenn man nur durch die Tür von Leia Privatrestaurant trat. Schon die wilden Gerüche, die leeren Verpackungen die auf dem Boden herumlagen und nicht zuletzt die herumrennenden Zwerge, die Leia angestellt hatte, um sie dort zu bedienen reichten aus, um einen vom einen Moment auf den anderen in den Wahnsinn zu treiben (Falls man nicht schon wahnsinnig war)
Jedes Kind, das davon träumt, einmal ins Schlaraffenland zu reisen, wäre auch hier entzückt gewesen. Es gab lange Tischreihen, auf denen sich alle möglichen Speisen türmten, vom feinsten Gourmetmenü bis zum trashigsten Fast Food der Welt, Pizzakartons lagen auf dem Boden, in Eintracht mit Kaviardosen und Tellern voll von selbstgekochten vegetarischen Speisen (man sollte allerdings erwähnen, dass Leia nicht selbst kochte. Und dass Kaviar in der Regel auf der verbotenen Liste landete) Dazwischen hasteten die kleinen Zwerge in Kellnerschürzen und Kochmützen herum (sie mussten servieren und kochen) und mussten so schnell wie möglich auf Leias Launen reagieren. Genau wie die vielen Zuckerelfen die kreuz und quer durch die Luft schwirrten und Tabletts voller Süßigkeiten balancierten, um auf den kleinsten Fingerzeig Leias sofort zu reagieren. Und inmitten des Getümmels lag Leia auf einer Liege nach römischer Art und genoss ihr Leben.
Ich übertreibe vielleicht ein wenig, aber genau so wirkte es, wenn man ihre Bude betrat, was durch die Höhe der Decke in dem Raum verstärkt wurde.
Warum ich Papierkram machte und Leia sich entspannte? Nun ja, Leia hatte Lateinien erfunden und deshalb gebührten ihr natürlich alle Annehmlichkeiten. Was allerdings auch Leichtsinnigkeit war. Ich hätte dadurch, dass ich es war, die die eigentlichen Regierungsgeschäfte führt, jederzeit einen Putsch gegen Leia veranstalten können. Wär aber natürlich nicht so gut angekommen, deshalb ließ ich es sein. Ich hatte sowieso die Herrschaft über Lateinien, weil Leia ein bisschen zu faul war, um sich darum zu kümmern.
"Willst du meine neueste Kreation probieren?" fragte Leia, als ich auf sie zuging, zwischen dem Dreck und den putzenden Zwergen die darum scharten (Es wurde dort fast immer gleichzeitig beschmutzt und geputzt, so wie ein Zitronenbaum blüht und gleichzeitig Früchte trägt, auch wenn das ein seltsamer Vergleich ist). "Chipsbrötchen."
Sie hielt mir ein sinknormales Brötchen hin. Ich starrte das Brötchen an.
"Onions und Sour Cream Chips." erklärte sie.
"Hör mal, ich mag die Chips, aber ich habe grad keinen Hunger." sagte ich. "was hältst du davon, wenn wir ein Atomkraftwerk besuchen?"
"Wieso das denn?" fragte Leia und runzelte die Stirn
Ich hielt ihr den Brief hin.
"Da" sagte ich.
Leia las ihn, aber schon während ich ihn las, wusste ich, dass sie nicht begeistert war.
"Die Schlumpfpartei wird wieder heftig protestieren." sagte sie "und ich muss dann wieder alles ausbaden, weil du dich ja nie in der Öffentlichkeit zeigen willst"
"Na und?" fragte ich "muss doch keiner erfahren."
Leia seufzte.
"Ich bin auch kein Fan von Atomkraft, aber ich finde ds ganze eben wahnsinnig interessant." sagte ich. "Dir geht es immer nur um Publicity."
Leia seuzfte noch einmal tiefer.
"Wegen deinem verdammten wissenschaftlichen Interesse haben wir ständig die Schlümpfe am Hals." sagte sie.
Die paar Versuche, die ich in meinem Labor durchführte, konnte man doch nicht einmal als wissenschaftlich relevant bezeichnen, oder? Ich meine, natürlich waren sie seltsam und natürich war es nicht normal, dass das Wasser des Shantys sich in heiße Schokolade verwandelt hatte, sodass man ihn nun als den Chocoly kannte, und sicher war es seltsam, dass bei dem Versuch, Schmetterling zu klonen Feen und Zuckerelfen rausgekommen waren, aber das waren doch alles nur Spielereien, oder? Das war kein Grund sich aufzuregen. Die Schlümpfe sollte sich mal nicht so. Und im Gegensatz zu Leia erledigte ich manchmal auch richtige Arbeit.
"Du kümmerst dich auch nie darum." sagte ich. "Wenn es wirklich darum geht nachzudenken machst du nie mit. Selbst unsere Ministerinnen sind da fleißiger. Also jammer nicht rum. Du musst dich ja nicht ständig von der Menge bejubeln lassen."
Mehr musste ich nicht sagen. Die vielen Details, dass sie sich nie darum kümmerte, wenn eigentlich Straßen ausgebessert, Steuern eingetrieben, der Staatshaushalt geplant wurde, die alltägliche Propaganda und so weiter, das alles interessierte sie einfach nicht. Nur wenn mal wieder Feierlichkeiten waren, klinkte sie sich plötzlich ein, denn wenn sie mal nicht bejubelt wurde, bekam sie ihre Depressionen.
Leia sah mich finster an.
"Geh." sagte sie "Geh einfach. Ich halte es nicht aus wenn du da bist."
Also gut. Ich ging. Offenbar wollte sie, dass ich hier das Ruder in die Hand nahm.

Montag, 25. August 2014

Die Insel Wuschel

Die Insel Wuschel ist eine große, wuschelförmige Insel im Mittelsee und wird von den Flauschies und Pommelchen bewohnt. Wuschel ist die wuscheligste, kuscheligste und puscheligste Insel der Welt und die Bewohner sind sowohl von Lateinien als auch von Französien unabhängig. Sie haben keine Regierung sondern leben einfach.

Auf Wuschel ist alles entweder wuschelig, kuschelig, puschelig oder alles zusammen, darum ist Wuschel der ungefährlichste Ort auf Erden, es sei denn man hat eine Pucheligkeitsallergie, was äußerst selten, dann aber eine sehr ernstzunehmende Diagnose ist. Selbst die Kokosnüsse am strand sind so puschelig, dass sie noch nie jemanden erschlagen haben. Haie, Orcas und Delphine werden direkt handzahm sobald sie in die Nähe der Insel kommen und fressen den Touristen, die überhaupt nach Wuschel finden, aus der Hand. Was jedoch selten vorkommt, denn auf Wuschel herrscht noch weniger Fremdenverkehr als bereits im gesamten nicht-existenten Tal, denn Wuschel hat kein Tourismusamt, sodass meistens nur Ausflügler von de Lateinischen und Französischen Küste ab und zu auf die Insel finden.

Die Pommelchen sind kleine, pommelige Zwerge, die wie große Orangen aussehen und meistens als Fischer an den Küsten leben, oder Salzmelonen im Meer anbauen. Einige ernten auch Kokosnüsse von den Bäumen oder züchten Fische oder Meeressäuger. Durch ihre Pommeligkeit sind sie ideal als Fischer oder Fischzüchter denn Pommelchen können von Natur aus nicht ertrinken. Außerdem gehören sie zu den wenigen Säugern, die eine Schwimmblase haben und sich Wasser ähnliche wie U-Boote bewegen können.

Flauschies sind so flauschig, dass sie sich im Wasser sofort vollsaugen und untergehen würden, darum halten sie sich vom Meer fern, auch wenn sie fliegen können und leben lieber im Inneren der Insel, wo sie große Obstgärten pflanzen. Dort wachsen dann Feuermelonen, Himmelbeeren, Wuschäpfel, Johannabeeren und Schlumpfbeeren, aber die liebste Speise der Flauschies sind die grünen Wuschelerbsen, denen sie selber sehr ähnlich sind, abgesehen davon, dass Wuschelerbsen nicht fliegen können.

Dort, wo auf Wuschel niemand wohnt liegt die Wildnis und es wachsen auf Wuchel riesige Buchel- und Eicheckerwälder, in denen hunderte von wuscheligen, kuscheligen und puscheligen Tieren leben, darunter Einhörner mit Plüschhorn und Teddybären. Am legendärsten sind jedoch immer noch Plüschbäume und jene wilden Wuschelbüsche, an denen die Wuschelbeeren wachsen, die bei den Flauschies zwar hochbegehrt sind, sich aber nicht in gezähmter Umgebung anpflanzen lassen, sodass viele Flauschies am Wochenende im Wald spazieren gehen, nur um Wuschelbeeren zu sammeln. Die Plüschbäume haben die wunderbare Eigenschaft, dass sie Kletterer auffangen, wenn diese von ihnen herunterfallen, weshalb kleine Flauschies oft in Plüschbäumen klettern, bevor sie sich an die gefährlicheren Bäume heranwagen.

Sonntag, 18. Mai 2014

Die lateinischen Lesemeisterschaften

In Lateinien gibt es ein Kloster im tiefen Wald auf den Bergen, mit einer geheimen Baumhausbibliothek am Bergeshang. Dieses geheimnisvolle Kloster namens Skrypta ist bekannt für seine Ruhe, seine Abschottung von der Welt und dafür, dass die Schwestern und Brüder (In Einigkeit, dass Bücher die wichtigsten Dinge im Universum sind) sich hauptsächlich zwei Dingen widmen:
  1. Lesen
  2. Schreiben
Aber einmal im Jahr geschieht etwas Unglaubliches: Plötzlich erwacht das beschauliche, ruhige und kontemplative Kloster zum Leben. Es ist der Ort, wo die lateinische Lesemeisterschaften stattfinden! Plötzlich wird die stille Wiese, auf der nur ab und zu Schwestern und Brüder beim Lesen (und zugegeben auch bei Beschäftigungen sehr viel weltlicherer und körperlicherer Art ;)  aufzufinden sind, zum Turniersplatz, zur Arena, zu einem bunten Karneval. Die Herberge von Taldorf ist um diese Zeit meist voll ausgebucht und im Tal (einem Nebental des nichtexistenten Tals) breitet sich eine Zeltstadt aus, die sich vom einen Ende des Tals bis zum anderen erstreckt. Plötzlich wird auf der Wiese Zuckerwatte verkauft, Fahrgeschäfte werden für ein Woche aus dem Boden gestampft, es gibt Getränke und festliches Essen. Es ist wie ein Oktoberfest und in dem ganzen Trubel vergisst man gerne, worum es eigentlich geht:

Die lateinischen Lesemeisterschaften. Hoch oben auf dem Berg, im Klosterhof, wo sonst nur Ruhe herrscht, werden um diese Zeit große Holztribünen aufgestellt, um Platz für die vielen tausend Zuschauer zu bieten, die Jahr für Jahr herströmen, um sowohl die Brüder und Schwestern der Skrypta als auch viele andere erfahrene Meisterleser bei ihrem Wettkampf um die begehrteste Trophäe Lateiniens abzuräumen: Den Lateinischen Buchlesepokal. Begehrt deshalb, weil zum einen der Pokal von oben bis unten mit Büchern gefüllt ist, zum anderen, weil Lesen einer der Nationalsportarten Lateiniens ist und mit dem Pokal winken dem Sieger nicht nur Bücher sondern auch Ruhm und Reichtum. Ein Fussballspieler ist in Lateinien wenig wert, dagegen werden Lesemeister hochgeschätzt, selbst in den außergewöhnlichsten Disziplinen.

Um ins Finale zu kommen muss man die Disziplinen "Lesen kopfüber, egal wie", "Lesen auf einem Bein direkt am Abgrund" und "Lesen unter Wasser" -mit einem wasserfesten Buch -alle bestehen um schließlich zu der Königsdisziplin anzutreten: Hochgeschwindigkeitslesen bei Tempo 140. Dabei geht es darum, bei mindestens Tempo 140 in kürzester Zeit möglichst viele Bücher zu lesen. Die Wettbewerber werden dabei stets von Telepathen überwacht, die prüfen, ob man denn wirklich liest und nicht nur schummelt und die Seiten bloß umblättert. Kurze gedankliche Abschweifungen kommen auch vor und bringen den Wettbewerbern Punktabzüge in der Wertung. Da die Telepathen aber bereits in der Vorrunde sich als Schiedsrichter betätigen, kommen Schummler in der Regel nicht durch die Qualifikation. Die Schiedsrichter sind absolut unbestechlich, denn erst vor dem Wettbewerb wird ausgelost, welcher Schiedsrichter über welches Match entscheidet, und somit kann niemand wissen, wen er bestechen soll. Außerdem müssen die Schiedsrichter nach der Auslosung die Zeit bis zum Match in einer abgeschlossenen Kabine verbringen, um wirklich zu garantieren.

Die meisten Lesemeister werden hart für den Wettkampf trainiert und nur wer hochkonzentriert ist, ist in der Lage den Wettkampf in dieser Geschwindigkeit überhaupt zu bestehen. Es kommt sehr selten vor, dass jemand bei den Lesemeisterschaften stirbt, aber die Gefahr besteht dennoch. Ein Lesemeister kann auch im späteren Leben noch einer werden, aber in der Regel werden Junge Schwestern und Brüder in Skrypta schon sehr früh auf die Meisterschaften vorbereitet. Nicht alle Skryptaner nehmen in ihrem Leben an den Meisterschaften teil, aber alle von ihnen müssen das Lesen als Kunst perfektionieren, weshalb die Meisterschaften trotz vereinzelter Proteste zu Recht in Skrypta veranstaltet werden. Tatsächlich sind auch viele Teilnehmer der Lesemeisterschaften Nicht-Skryptaner und das Verhältnis von Siegern zwischen Skryptanern und Nicht-Skryptanern ist recht ausgeglichen. Es gibt viele Wanderlesemeister die unterwegs, oder in einsamen Berghütten, in der Stadt und an anderen Orten außerhalb von Skrypta Schülern die hohe Kunst des Lesens zu lehren -denn es gibt das einfach, gewöhnliche Lesen, das man in der Schule lernt, aber daneben noch eine hohe Kunst, eine Sportart, die nicht jeder beherrschen kann. Telepathen sind von den Meisterschaften ausgeschlossen, da sie als einzige in der Lage sind, die Schiedsrichter zu überlisten.

Die Dorfbewohner von Taldorf sind bodenständige und damit auch etwas misstrauische Menschen, die sich Jahr für Jahr immer darüber beklagen, Taldorf werde durch die vielen bunten Zelte verschandelt, dabei ist wohl die steigende Kriminalitätsrate wohl das größere Problem, denn Liktor Rufus, der in Taldorf stationiert ist, war jährlich heillos damit überfordert, die vielen Missverständniss und tatsächlichen Verbrechen aufzuklären, sodass er inzwischen jährlich seinen Urlaub in diese Zeit verlegt, was die Probleme selbstverständlich nicht löst. So verriegeln die Bewohner von Taldorf zur Zeit der Lesemeisterschaften immer alle Fensterläden, um jeglichen Diebstahl zu verhindern. Unordnung und Chaos sind sowieso an der Tagesordnung und wer ein sicheres Quartier sucht, findet es nicht in der Dorfherberge von Taldorf sondern hinter den Mauern von Skrypta, sofern man rechtzeitig ankommt und noch ein Zimmer frei ist, das nicht von den Teilnehmern der Lesemeisterschaften belegt ist.

Montag, 12. Mai 2014

Schlumpfblatt -die schlumpfabhängige Zeitung



Wollyschock Strumpfolade gegen Mähka Schlumpfolade

Als Reaktion auf das Süßigkeitenimperium von Mulan und Prinzessin Leia, insbesondere die Mähka Blaumilchschlumpfolade hat die Schlumpfpartei gemeinsam mit Färträd eine Färträdschlumpfolade entwickelt, die Blaumilch von artgerecht gehaltenen blauen Schafen und fair gehandelten Kakao enthält: die Färträd Wollyschock.

Kein Fairer Prozess für Färträd

"Wir halten es für einen Affront gegen die Schlümpfe, etwas so unschlumpfiges Schlumpfolade zu nennen und dann auch noch die Marke schützen zu lassen," erklärte Schlumpfisabeth Schlumpfel, die Sprecherin von Färträd. Momentan führt Färträd einen Gerichtsprozess gegen Mähka. Es geht unter anderem darum, dass Mähka den Begriff "Schlumpfolade" und komplett blaue Verpackungen schützen lässt. Färträd klagt nun, mit der Begründung, etwas unschlumpfiges dürfe nicht Schlumpf genannt werden, außerdem hätten eigentlich die Schlümpfe das recht auf die Farbe blau und nicht die Regierung. Auch wenn ein schnelles Ende des Prozesses nicht in Sicht ist, da Mähka Konsulin Mulan gehört, Mulans Lieblingsfarbe blau ist und sie wahrscheinlich keine fairen Prozess für Färträd zulassen wird. Selbst wenn es zu Praetorin Katze auf das höchste Gericht käme, würde der Fall wahrscheinlich kein schnelles Urteil erzielen, da oberste Praetorin Katze in diesem Fall in ein Dilemma zwischen ihrer enger Freundschaft zur Konsulin und ihrer Sympathie zu Färträd hätte. Korruption und Kusinenwirtschaft waren in Lateinien schließlich von anfang an Standard, dieser Herausforderung will sich die Schlumpfpartei nun stellen.
Aus Protest wurde darum das Färträd Siegel geändert, sodass es nun die Nationalfarben der lateinischen Flagge zeigt. "Was die können, können wir auch." -so unsere Schlumpfisabeth auf Anfrage, was das jetzt schon wieder zu bedeuten habe. In Hinsicht auf den Namen der Schokolade haben sich die Färträd Schlumpfe am Dranzösischen bedient und sie somit "Strumpfolade" genannt, um den schlumpfigen Charakter zu wahren.

Das alte Siegel (links) und das neue (rechts)

 Mähka -der Skandal bei der Herstellung von Schlumpfolade /Mähka -The Scandal concerning the prooduction of smurfolade

Mähka stellt schon seit einiger Zeit die sogenannte Blaumilch Schlumpfolade her, bei der Blaumilch verwendet wird, die von blauen Schafen stammt. Da der Chocoly nur braune Schokolate führt, muss bei farbigen und weißen Schokoladen auch in Lateinien die Schokolade aufwändig hergestellt werden. Da die meisten gewöhnlichen Schokoladenfabriken momentan von dem Chocoly Überschwemmungen betroffen sind, sind nur noch die Buntschokoladefabriken der Giganten Mähka und Damenwellness und der Ausreißerfirma Färträd in Betrieb. Mähka ist der größte Schokoladenproduzent auf dem Lateinischen Markt und sein beliebtestes Produkt ist die sogenannte Mähka Blaumilchschlumpfolade, die sich rühmt, nur Milch von lateinische Schafen zu verwenden.
Die sogenannte Mähka Blaumilchschokolade
Die Schafe von Mähka werden allerdings kaum artgerecht gehalten. Mangelnde Bewegung und wenig Frischluft sind zwei der Hauptprobleme, da Mähka kein Interesse an gesunden Schafen hat, sondern lediglich die Blaumilch abzapft und darum auf Massentierhaltung setzt. Weiterhin ist  Mähka offenbar das seelische Befinden der Schafe egal.
"Das ist problematisch, da die Schafe erstens nicht gefragt werden, ob man ihre Milch nehmen darf und zweitens stellt das Melken sexuelle Vergewaltigung der Zibben dar. Und zwar Massenvergewaltigung. Wir wollen dass Melken künftig nur unter Einverständnis der Zibbe geschieht und nur von weiblichen Personen durchgeführt werden darf." war eine weitere Aussage von Schlumpfisabeth Schlumpfel in unserem ausführlichen Interview.
Da in Lateinien Frauen meist bessergestellte Arbeit haben, ist es schwierig, Frauen zu finden, die bereit sind, für Wollyschok zu arbeiten, darum arbeiten bislang hauptsächlich Schlumpfinen bei Wollyschok in den Schafbetrieben, jedoch stellt sich auch das als Problem dar, denn aufgrund ihrer Größe müssen meist fünf Schlumpfinen gleichzeitig  eine einzige Zibbe melken. Dennoch ist hier Lob angebracht für diese außergewöhnliche und mutige Arbeit.

(Diese Bilder gehören mir. Wenn du sie verwenden willst, einfach mich kontaktieren. Dagegen gehört mir definitiv nicht Milka oder das Design der Milkaverpackung /These images belong me. If you want to use them, just contact me. The Milka Company or the design of the packages definitely do not belong to me)

Entsetzlicher und Hinterhältiger Angriff der Kuckucksklan auf friedlich demonstrierende Schlümpf

Am Samstag demonstrierten wieder anständige Schlümpfe unserer Partei friedlich auf der Straße. Sie demonstrierten für ein friedliche Sache, für Schlumpfbeeren und Schlumpfismus und als Appell an alle Mitbürger zu erkenne, wie verbohrt unser Regime in Lateinien ist, doch extremistische Mitglieder des Kuckucksklans machten daraus eine dreckige Schlumpfbeerenschlacht. In den üblichen Gespensterköstümen machten sie sich lächerlich, als sie zuerst versuchten, frische, nasse Schlumpfbeeren anzuzünden und dann später, indem sie sich von oben bis unten mit Schlumpfbeersaft bekleckerten, im Gegensatz zu den Schlümpfen, die natürlich ihre schmutzabweisende Immerreinweißkleider trugen. Dennoch ist es beängstigend, wie die Umtriebe des Kuckucksklans immer aggressiver werden und immer häufiger Schlümpfe betroffen sind. Dennoch tut die Regierung in dieser Sache wenig und der neueste Artikel des Kurien Kuriers ist mehr als nur verharmlosend

Samstag, 10. Mai 2014

Kurien Kurier -die offiziellen Lateinischen Nachrichten (auf Deutsch)


Mulan und Leia geben Kabinett offiziell bekannt

Jungingen-Schloppfingen. In einer offiziellen Kundgebung gaben Mulan und Leia heute ihr neues Kabinett bekannt, mit dem sie erreichen wollen, die staatlichen Aufgaben nicht mehr alle selber übernehmen zu müssen. "Ich bin doch nicht blöd und mach' die ganze Arbeit alleine. Der ganze Papierkram ist nicht mein Ding" sagte Leia. Sie wolle ihre Zeit auch mal damit verbringen, am Strand zu liegen und Eis- und Pizzasorten zu testen. "Also lasst mich in Ruhe, ich bin beschäftigt."
Mulan ernannte hiermit ihre engen Vertrauten Katze und Tesa jeweils ins Amt der obersten Praetorin (Justizministerin) und der Censorin ((Des)Informations- und und Steuerministerin). Leia ernannte ihre engen Vertrauten Elli und Kim jeweils zur Quaestorin (Finanzministerin) und zur obersten Aedilin (Innenministerin)

Chocoly tritt über die Ufer

 schokoladige Überreste einer Fabrikhalle in Chocopolis
Chocopolis. Seit Montagabend steigt der Pegel des Flusses Chocoly unaufhörlich, viele Häuser, die am Ufer stehen, beginnen bereits unter dem Einfluss der Wärme der heißen Schokolade zu schmelzen, darum sind bereits viele Helferteams aus anderen Teilen Lateiniens eingetroffen. Die Schäden sind jetzt schon größtenteils irreparabel, denn an vielen Stellen hat die heiße Schokolade die Häuser bereits so aufgeschmolzen, dass man die ursprünglichen Bauten nicht mehr wiedererkennen kann. Das bedauernswerteste an der ganzen Angelegenheit ist wohl, dass großartige Kunst aus Schokolade unwiderbringlich zerstört wurde. Tote gab es bislang nicht, doch bereits jetzt sind hunderte Menschen obdachlos und viele weiter haben ihre Arbeit vorerst verloren, da sämtliche Fabriken am Fluss nun vom Fluss aufgeschmolzen werden. Wissenschaftler aus ganz Lateinien die diesen Umstand untersuchen, stehen ratlos vor den Tatsachen, denn da immer noch nicht geklärt ist, woher denn die Schokolade des Chocoly herkommt, kann folglich auch niemand erklären, was es mit dem Anstieg der Schokoladenmassen auf sich hat und schon gar nicht, wie man den jetzigen Anstieg aufhalten oder künftige verhindern kann.

Schlumpfbeerenschlacht zwischen Schlumpfpartei und Kuckucksklan

Straße zwischen Neu-Schlumpfhausen und Urbs Latinia Ein sogenanner Informationsstand der Schlumpfpartei artete am  Samstagmorgen zu einer Schlumpfbeerenschlacht auf offener Straße aus. Offenbar wollten die Schlumpfisten für ihre Schlumpfbeeren werben, die sie als Nationalgericht in Lateinien einführen wollen, jedoch waren patriotische Mitglieder des Kuckucksklans anwesend, die mit den Ausrufen "Waffelbechereis!" und "Für Lateinien!" die Veranstaltung der Schlumpfisten störten. Diese schlugen mit Schlumpfbeerparolen und -würfen zurück und das ganze artete zu einer Schlacht aus, bei der beide Seiten sich mit Schlumpfbeeren bewarfen, bis alle über und über mit dem roten klebrigen Zeugs bedeckt waren und die Liktorentruppen von Aedilin Kim eingriffen und für Ordnung sorgten.

Neue Brücke über den Fluss

Kleiner Tiber/Petie Dscharonn. Gestern Abend wurde am südlichen Ende des Mittelsees wieder eine weitere Brücke über den Fluss, der auf der linken Seite als Tiber minor und auf der rechten Seite als Petie Dscharonn bekannt ist, eröffnet. Zur Eröffnung gab es ein festliches Bankett mit erlesenen Speisen in Anwesenheit der Staatsoberhäupter. Zum exquisiten Menü gehörten auf Wunsch der vier Staatsoberhäupter unter anderem frischgebackene Pizza, Käsefondue, Wildschweinspareribs mit Dachplatten sowie Schupfnudeln mit Sauerkraut und Nürnburger Würstchen und als Nachtisch Waffelbechereis venezianischer Art, Schokomuffins mit Schokoladencremefüllung, Schokoladenpassion und Zitronencreme. Zum Abschluss veranstaltete man ein grandioses Feuerwerk mit Wassespektakel und allem unnötigen Drum und Dran. Es gab außerdem ein Bootsregatta und einen Schwimmwettbewerb bei denen selbstverständlich die vier Staatsoberhäupter Königin Klaroline die zweiköpfige, Prinzessin Leia und Mulan gewannen. Allerdings bekam Mulan dennoch einen Wutanfall, weil sie nur den vierten Platz erreichte.

Männerdemonstrationen

Jungingen Wieder gab es Demonstrationen von Männern im Stadtteil Jungingen von Jungingen Schloppfingen, die die Gleichberechtigung für Männer und die Anerkennung der Männerrechte in Lateinien forderten. Unterstützt von Schlumpfisten, die für allgemeine Gleichberechtigung kämpfen, legten sie den Verkehr in der Hauptstadt für Stunden lahm und erregten so Verärgerung vonseiten vieler Lateinierinnen.
"Was wollen die?" stellen viele die berechtigte Frage. Schließlich sei es durchaus begründet, dass Männer weniger Rechte haben, diese weitere Gefährdung des öffentlichen Lebens ist nur ein weitere Beweis dafür, wie engstirnig Männer sind und wie wichtig es ist, die männliche Bevölkerung von Lateinien unter Kontrolle zu halten. Vor allem Bernd das Brot ist eine Katastrophe für sich, der immer wieder die Mitglieder der Regierung mt den Ausruf "Mist!" und "Pfadfinder!" belästigt, wobei immer noch nicht geklärt ist, was er damit bezweckt.

Mulan aß Schlumpfenkuchen mit Apfelmus

Jungingen-Schloppfingen, Konsulnpalast Neueste Hinweise von Insidern aus dem Konsulnpalast bestätigen die sensationelle Meldung: Mulan aß Schlumpfenkuchen mit Apfelmus! Die Schlümpfe nehmen das jedoch als Provokation auf; laut ihnen hätte Mulan die Umstände bei der Herstellung der blauen Mähka Schlumpfolade verbessern können, obwohl diese zum Verzehr recht unbedenklich ist. Wegen dieser schlichten Tatsache stellten sich einige Schlümpfe sogar zur "Mahnwache" auf, weil sie unbedingt unzufrieden mit diesem Schritt sind, mit dem Konsulin Mulan eigentlich auf die Schlümpfe zukommen wollte.

Alle Inhalte dieser Zeitung wurden sorgfältig von Konsulin Mulan zensiert.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Über Französien und Königin Klaroline die zweiköpfige

Also, ich bekam folgende E-mail:
Wo ist jetzt bitte der Artikel über Französien?
Mit freundlichen Grüßen
Königin Claroline

da beschloss ich, den Artikel endlich zu veröffentlichen

Ja, ich habe mich schon lange gefragt, was dieses mysteriöse Französien ist, das lange Zeit einfach nur neben Lateinien hergammelte... chmchm... nun also haben mir Königin Klaroline die Zweiköpfige die Geheimnisse ihres Reiches enthüllt... also, vielleicht sollte ich erst einmal erklären, wer Königin Klaroline die zweiköpfige ist... ich präsentiere also: Königin Klaroline die Zweiköpfige. Die großartige, legendäre Königin von Französien die einst in Lateinien verweilten, als es gerade erst erschaffen worden war... äh.. vielleicht sollte ich erst einmal erklären, dass Königin Klaroline zwei Personen sind...

Ja. Jetzt ist es raus. Königin Klaroline sind zwei Personen, nämlich die Klara und die Caroline. Somit ist die Königin von Französien zwölf und dreizehn Jahre alt gleichzeitig. Ihre vier Eltern starben als sie neun und zehn war und darum muss sie tragischerweise ganz zu zweit die Regierungsgeschäfte von Französien führen. Klara und Caroline sind Schwestern, obwohl sie nicht verwandt sind. Damit sind sie die Königin Klaroline die Zweiköpfige. Nein, sorry Fellmonsterchen dich zu enttäuschen, aber hier verbirgt sich leider kein zweiköpfiges Monster dahinter. Darum heißt es in Regierungserlassen immer jeweils:

"Wir, Königin Klaroline von Französien..."

Ja. Noch tragischer sind die Umstände des Todes der Eltern von Klaroline, denn alle vier wurden auf grausame Weise umgebracht, als Französien noch in den mystischen Urgründen der Schulmensa lag. Königin Chriseate und die Ehemänner -das heißt nicht, dass sie zwei Männer hatte, sondern dass Chriseate auch zwei Personen war, also zwei Frauen, die beide einen Mann hatten -verschwanden alle ohne dass je ein Leiche gefunden wurde. Da man jedoch auch nach vielen Wochen Suche die Königin Chriseate nicht mehr finden konnte, musste man sie schließlich für tot erklären und schweren Herzens Klaroline zur Königin von Französien erklären. Als kurz darauf das Essen in der mystischen Schulmensa immer schlechter wurde und das Volk hungerte traf Königin Klaroline ihre erste weise Entscheidung und beschloss, ganz Französien in das eben geschaffene nicht-existente Tal zu verlegen. Daraufhin gab es einen kurzen Zoff mit den Lateiniern, die das Tal erschaffen hatten, aber als man Obelix aus dem Tal vertrieben hatte, war wieder alles Paletti.

Die Landessprache von Französien ist Dranzösisch. Das ist eine Mischung aus schlechtem Französisch und Deutsch, wie es Französischschüler an einer deutschen Schule häufig sprechen, wenn sie nicht gerade die absoluten Französischecracks sind. Sie sind jedoch trotzdem sehr versessen auf ihre eigene Sprache, sodass es sie furchtbar verärgert, dass Caroline, die eine Hälfte von Königin Klaroline, sich verrückterweise dafür entschied, Schupfnudeln mit Sauerkraut und Nürnburger Würstchen zum Nationalgericht zu erklären. Da hatten sie ja noch Glück mit der nationalen Süßspeise, nämlich der Schokoladenpassion. Das spricht man wenigstens den Schluss Französisch aus "Passiong". Wenn es aber doch wenigsten eine "Passion Chocolat" wäre! Aber nun ja, man muss nehmen was kommt.

Als Königin Klaroline ihr Reich Französien in das nicht-existente Tal versetzte, war klar, dass sie in allem noch mal von vorne anfangen musste, also musste sie auch eine neue Nationalflagge entwerfen. Die wurde schließlich Grün, Gelb und Lila. Zuerst waren sich Klara und Caroline nämlich einig, dass Grün die Nationalfarbe sein sollte, also wurde es auch die Hauptnationalfarbe, aber eine Flagge nur in Grün wäre langweilig gewesen und außerdem hatte es das in Libyen schon mal gegeben, also entschied sich Klara zusätzlich für Gelb und Caroline zusätztlich für Lila. Schließlich sah die Nationalflagge von Französien so aus:


Königin Klaroline lebt mit ihrer Hofdame Alena in ihrem königlichen Schloss in Jungingen-Jergersheim, der Haupstadt von Französien (deren Namensgebung war wieder eine der exzentrischen Anwandlungen, mit denen die Königin ihr Volk verärgerte) zusammen mit ihrem gesamten Hofstaat, zu dem auch einige gewisse Herzögssöhne der Provinzen gehören...
So viel also zu Königin Klaroline.

Die Hauptstadt von Französien ist wie bereits erwähnt, Jungingen-Jergersheim. Diese Stadt liegt in der Nähe des Mittelsees und zwar ziemlich genau gegenüber von Jungingen-Schloppfingen, der Haupstadt von Lateinien. Jungingen-Jergersheim  ist eine große Kulturstadt, darum gibt es dort ein großes Opernhaus, eine Kunstgalerie, und ein Theater. Berühmt ist auch das staatliche Ballettensemble, in dem Caroline höchstpersönlich zuweilen mitwirkt. Französien hat verschiedene Provinzen, die größte ist die Schtroumpfaine im Süden, dort wo die meisten Schlümpfe in dem nicht-existenten Tal leben.

Nix verstanden? Hat dich nicht zum Lachen gebracht? Dann lies hier über Lateinien!